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der sturm vor der stille



Wenn die Blätter fallen und die Tage kürzer werden, wird es Zeit still zu werden. Zeit, das Jahr Revue passieren zu lassen. Dankbar zu sein. Und wir sind gesegnet, mit einem wunderbaren Leben hier in der Wüste, dass Worte kaum reichen unseren Dank in Worte zu wandeln. Doch wollen wir den Versuch dennoch wagen.


Wir sagen Danke an unsere Helfenden Hände. Ohne Euch hätten wir es nicht geschafft. Ohne Euch hätten wir nicht 238 Löcher in verdichteten Boden geschlagen. Ohne Euch hätten wir nicht 238 jungen Bäumen ein neues Zuhause geschenkt. Hätten wir nicht so viel Freude und Liebe teilen können.

Heute sind die letzten Volunteers abgereist und wir fahren langsam runter. Genau das Runterfahren fällt M'Barek und mir [ Jessica, Verfasserin der Blogartikel ] nicht leicht. Schliesslich realisieren wir unseren Traum und dabei inne zu halten und unsere Erfolge zu geniessen ist etwas, woran wir noch sehr stark arbeiten möchten.

Obwohl wir unglaublich schöne und wertvolle Momente mit unseren Helfenden verbringen durften, war es nicht immer leicht. Als junge Manager und Gastgeber haben wir so einiges zu lernen. Gerade ich, wo ich doch noch keine Erfahrung im Leiten und Organisieren eines solch grossen Projektes habe.

M'Barek und mir ist es unglaublich wichtig, dass wir Wertschätzung zelebrieren und Freiheit leben. Deshalb habe vor allem ich lange gezögert, eine Struktur vorzugeben, weil wir es den Helfenden recht machen wollten. Dabei ist viel Energie verpufft. Hauptsächlich, weil wir beinahe täglich von neuem Ausmachten, wann wir gerne Frühstücken, etc. Ich habe einen Moment gebraucht, um zu realisieren, dass vorgegebene Struktur nicht zwangsläufig Freiheitseinschränkung meint. Im Gegenteil. Ein vorgegebener Rahmen entspannt die Geister und lässt Raum für das Wesentliche. Es heisst nicht umsonst: «Zu viele Köche versalzen die Suppe.» So habe ich an meinem Selbstbewusstsein gearbeitet und mit Hilfe der vielen wertvollen Feedback unserer Volunteers und der konstanten Bestärkung die ich von M'Barek erhalte, erkennen dürfen, wie dienlich ein Rahmen für alle sein kann. M'Barek und ich haben gemeinsam einen Rahmen gestaltet, welcher zu uns und dem Projekt passt. Wir sind richtig glücklich über diese Entwicklung und bereits gespannt auf die zweite Runde mit neuen Volunteers, die Mitte Januar zu uns stossen. Und natürlich ist jeder Mensch eingeladen, sich in diesem Rahmen so zu bewegen, dass er sich darin frei fühlt.

Wo die fehlende Struktur einen Sturm im Aussen verursacht hat, gab es auch innere Stürme. Ich will mich nicht im Detail verlieren und dazu eigentlich nur folgendes Teilen. Kommunikation ist der Schlüssel. Sei es zwischen M'Barek und mir, oder uns und den Helfenden. Mit einem liebevollen Ton, kann jede Befindlichkeit ausgedrückt werden und Konflikte im Keim ersticken. Bzw kann sich ein Konflikt in Heilung wandeln. Wie ein Phönix, der sich selbst verbrennt [Konflikt] und somit Raum für neues Leben [Heilung] schafft. Wir geben der Befindlichkeit nun täglich Raum [auch wenn nur einen Kleinen] und schliessen die Woche mit einer ausgedehnten Runde ab. Gerade für mich, wo ich Heilprozesse liebe, ist dies ein Zückerchen, auf dass ich mich jeden Tag freue.



Nebst dem wir den Bäumen ein warmes und kuschliges Nest bereitet haben, entwickelte M'Barek ein unglaublich gelungenes Bewässerungssystem, damit wir die Bäume versorgen können. Die beiden Aufgaben waren ungefähr gleichwertig zeitintensiv. Deshalb wollen wir doppelt feiern. Auch wenn ganz viele Aufgaben auf uns warten und wir nicht alle Teilaufgaben vollends perfekt abschliessen konnten, nehmen wir uns jetzt 10 Tage Zeit, in denen wir nicht für Romana Garden umsetzen [ausser dem Wässern der Bäume]. Sondern wo wir Romana Garden geniessen. Wo wir in Erinnerungen des letzten Jahres schwelgen und wo wir uns für das kommende Jahr leer machen, um dann wieder in die Fülle einzutauchen.


Danke Danke Danke an

Bruce

Kye

John

Urs

Maris

Simon

<3

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