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rückzug


Bis kurz vor Weihnachten haben wir unser Ziel, 238 Bäume zu pflanzen, erreicht. Obwohl es uns mit Freude erfüllt, das Ziel erreicht zu haben, hatten wir in den 3 Wochen Winterpause genug Raum zur Reflexion und durften feststellen, dass wir die Ziele sehr ambitioniert stecken. Wenn wir sie weiter so hoch setzen und versuchen zu erfüllen, laufen wir Gefahr, das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. Nämlich die Freude am Kreieren – am Leben – selbst. Wir sehen ein, dass Ziele zu haben und zu setzen wunderbar sind, jedoch nur wenn die Machbarkeit besteht, ohne sich dabei zu verausgaben. Wir werden also weiterhin Ziele setzen, jedoch entspannter damit umgehen, wenn wir sie zu hoch ansetzen oder andere Ereignisse des Lebens dazwischen kommen. Schliesslich ändert ein Fluss auch seine Geschwindigkeit, wenn ihm Steine in den Weg kommen. Es gehört schlicht zum Leben dazu und wir wollen uns nicht weiter davon bedrängen lassen.


Nebst dem wir viel über unsere Prozesse reflektierten ging es auch darum, herauszufinden, worauf wir den Fokus im neuen Jahr legen wollen. Entschleunigung und im Rhythmus des Lebens gehen beeinflusst auch unsere kommenden Ziele stark. Wir wollen weiterhin Permakultur machen und mit Einheimischen arbeiten. Und wir freuen uns auch weiterhin auf Helfende Hände. Jedoch wollen wir weg von den Plattformen, wie Workaway und WWOOFing. Wir werden im kommenden Jahr den Fokus auf unser Marketing und unsere Öffentlichkeitsarbeit legen, so dass Menschen fern aller Plattformen ihren Weg zu uns finden. So können wir den Rahmen ganz nach unserem Geschmack gestalten. Wir wünschen uns Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Wir leben das simple Leben, weil es uns in der Tiefe erfüllt. Unseren Alltag verbringen wir damit, Gemüsebeete und Waldgärten zu gestalten. Dafür brauchen wir viel Körpereinsatz. Die Arbeit an sich verbindet uns direkt mit der Natur, welche uns wiederum mit leckeren Lebensmitteln versorgt. Dieses direkte und simple Leben, fühlt sich für uns erfüllend und sinnvoll an. Diese Werte wollen wir mit unseren Besuchern erleben. Ziel ist es, in der Zeit, in welcher die Besuchenden in Romana Garden sind, sie mit uns eine gewisse Zeit des Alltags leben.


Ein weiteres sehr grosses Thema ist natürlich die Wirtschaftlichkeit. Im Moment liegt der Fokus darauf, Einnahmen zu generieren. Für das Projekt werde ich [Jessica] mich auf Stiftungssuche machen. Um das tägliche Leben zu meistern braucht es jedoch mehr. So ist es naheliegend, dass wir in der Gegend der Sahara auch eine Tour anbieten. Schliesslich konnten wir dank dem Crowdfunding einen geräumigen Geländewagen anschaffen, den wir auch für Ausflüge in die Dünen nutzen wollen. Die Diskussionen zwischen Mubarak und mir gingen nun über mehrere Wochen. Wir sind uns nun einig. Wir bieten EINE Tour an, die uns entspricht. Wir haben herausgefunden, dass alle Camps und alle Touren mehr oder weniger das Selbe anbieten. Der Unterschied machen die Guides. Anstatt Touren für jede Altergruppe und jedes Budget Bedürfnis masszuschneidern – was man als Tour Guide eben so macht – fokussieren wir uns mehr auf den Garten und verlassen uns darauf, dass die Menschen, welche zu uns passen und mit uns die Tour machen wollen, den Weg zu uns finden. Zu dem Preis, welchen wir uns wert sind.


Ich habe also bereits die Webseite mit frischen Texten aufbereitet, um unsere neu gewonnene Klarheit nach Aussen zu tragen. Auch gibt es bereits einige Beiträge auf Instagram. Eine liebe Freundin wird als Beraterin für Instagram ihr Talent mit uns teilen. Unser Wunsch nach gemeinsamem Wirken erfüllt sich dadurch bereits. Dafür danken wir ihr von Herzen.


Gemensma sein. Teil sein. Eins sein.



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